150 Jahre Yellowstone-Nationalpark

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Wow! 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark! Das ist ein Jubiläum für den ältesten Nationalpark der Welt, den auch wir feiern wollen. Tauche mit uns in die Schönheit der Natur und die abenteuerlichen Geschichten aus dem Yellowstone-Nationalpark ein.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Star unter den Nationalparks
  2. Das Ende vom Yellowstone?
  3. Besonderheiten
  4. Eroberung durch den Menschen
  5. Der älteste Nationalpark in Deutschland

Der Yellowstone ist der wildeste unter den Nationalparks der USA. Er war der erste seiner Art überhaupt. Doch auch dieses mit Anstrengung geschützte Fleckchen Natur ist in Gefahr. Das liegt nicht allein an dem Supervulkan, der unter dem Naturschutzgebiet schlummert und von dessen Anwesenheit regelrechte Erdbebenschwärme zeugen.

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Der Star unter den Nationalparks

63 Nationalparks liegen in Amerika. Das toppt nur noch Australien. Der Kontinent lockt viele Touristen mit mehr als 500 Nationalparks, die größtenteils nahe der Küsten liegen. Bizarre Felsformationen, unberührter Regenwald und das Outback.

Der Yellowstone-Nationalpark in den USA kann mit der Flut australischer Naturschönheiten Schritt halten. Der Yellowstone bietet die Rocky Mountains, schillernd bunte heiße Thermalquellen, fauchende Geysire, Wölfe, Grizzlys und die beinahe ausgerotteten Bisons. Und das alles auf einem Vulkan, der darauf wartet, auszubrechen!

150 Jahre Yellowstone-Nationalpark mit einem Knall vorbei?

Wir zelebrieren 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark, weil dieses Naturschutzgebiet so einzigartig, auch wenn weit von Deutschland entfernt, ist. Weite Bereiche liegen über einer 80 Kilometer langen Magmakammer eines Vulkans. Dieser “Supervulkan” ist aktiv. Das bezeugen die Geysire, heiße Quellen und Schlammlöcher. Es ist nur eine Frage der Zeit und der Feuerteufel schießt an die Oberfläche.

Wissenschaftler stellten dazu in jüngster Zeit neue Prognosen auf und vermuten, dass ein solcher Ausbruch in naher Zukunft liegen könnte. Dafür untersuchten sie Asche-Ablagerungen. Doch schlauer sind wir nicht wirklich. Keiner der Wissenschaftler formulierte eine konkrete Aussage. Noch immer wissen wir nur eines: Ein erneuter Vulkanausbruch könnte in 10, 100 oder 1000 Jahren stattfinden. Wer weiß schon, was in der Natur vor sich geht?

Wann auch immer der Supervulkan ausbricht – Jetzt feiert Amerika erst einmal 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark. Da möchte doch keiner an den möglichen Ausbruch des Vulkans denken, der verheerende Auswirkungen für die gesamte Welt und Klima hätte, oder?

Mehr über den Supervulkan

Besonderheiten im Yellowstone-Nationalpark

Das berühmte Naturschutzgebiet in Wyoming ist für seine geothermalen Quellen, Wildtiere und Nadelwälder bekannt. Seit 1978 ist der Yellowstone-Nationalpark ein UNESCO Weltnaturerbe. Bis dahin allerdings war der Park so etwas wie ein Freizeitparadies. Das auf 2000 Meter Höhe gelegene Naturwunder zog die Menschen magisch an. Eine Flut an Leuten überschwemmte das Gebiet des Yellowstones. Beliebt war vor allem die Jagd. Denn hier zogen sich die bis dahin eh stark dezimierten Bisons zurück. 1902 durchstreiften gerade mal ein paar Dutzend Tiere die Prärien des Yellowstones. Es musst sich etwas ändern.

Heiße Quellen und Gysire

62 Prozent aller heißen Quellen der Welt liegen im Yellowstone-Nationalpark. Dazu gehören 500 Geysire. Der wohl Bekannteste ist OLD FAITHFUL. Alle 60 bis 90 Minuten spukt er heißes Wasser aus. 14.000 bis 32.000 Liter Wasser fliegen gen Himmel. Es sprudelt, grummelt, spritzt. Ein solcher Ausbruch dauert drei bis fünf Minuten. Allein das ist eine Reise in den Park Wert – warum nicht dieses Jahr – zur Feier anlässlich der 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark?

GRAND PRISMATIC SPRING heißt der für uns schönste Anblick im Naturpark. Dabei handelt es sich um eine 90 Meter breite Thermalquelle. Das runde Quellbecken im Yellowstone-Nationalpark leuchtet im satten Gelb, Grün und manchmal Blau. Die Farben des Wassers hängen mit der Temperatur dessen zusammen. Jedes Areal hat seine eigene mikrobielle Zusammensetzung und somit einen einzigartigen Farbton.

Besucher versenken immer wieder Steine, Münzen oder Flaschen in den Thermalwasserquellen – so wie wir es von Brunnen in Italien gewöhnt sind. Nur das Wasser im Yellowstone-Nationalpark lebt. Der Müll verunreinigt das Wasser und verfärbt es. Das Parkpersonal ist bemüht, die versenkten Dinge wieder heraus zu angeln – aber das ist ein Kampf gegen Windmühlen.

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Wilde Biester

Vor allem viele vom Aussterben bedrohte Tierarten finden im Yellowstone-Nationalpark ein neues Zuhause. Darunter sind Pumas, Gabelböcke, Dickhornschafe oder Bisons. Letzteres gehören mit den Wölfen und Grizzly-Bären zu den Stars. Lange Zeit sorgten die Ranger persönlich sogar dafür, dass Besucher perfekte Fotos von Flora und Fauna machen konnten. Bis Mitte der 70er-Jahre war es Autofahrern erlaubt, Bären direkt vom Autositz aus zu füttern. Die Ranger hielten sich die Tiere wie Hunde, dressierten sie, um sie vor den Parkbesuchern tanzen zu lassen. Verrückt. Daran möchte aber heute keiner mehr denken, wenn er 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark feiert.

Der Yellowstone River

Das HAYDEN VALLEY ist ein anderes Highlight im Nationalpark. Das Tal mündet in den GRAND CANYON OF THE YELLOWSTONE. Hindurch schlängelt sich der YELLOWSTONE RIVER. Die Hidatsa-Indianer gaben den Fluss einst seinen Namen. “Mi tse a-da-zi” heißt übersetzt “Yellow Stone”. Das Wasser erhält seine Farbe von den Gesteinen am Ufer.

Das v-förmige Tal bietet seinen Besuchern drei besonders schöne Wasserschauspiele: die UPPER UND LOWER FALLS und die CRYSTAL FALLS – drei Wasserfälle. Der wohl bekannteste Platz, um sich die UPPER UND LOWER FLASS anzuschauen, ist die Plattform ARTIST POINT.

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Nadelwald

Zwei Drittel des Nationalparks sind mit Nadelbäumen wie diversen Kiefern- und Fichtenarten bedeckt. Durch einen Mangel an Niederschlägen waren viele Teile der Wälder ausgetrocknet. 1988 kamen es an vielen Stellen zu Bränden. Die Parkverwaltung entschied zunächst, der Natur ihren Lauf zu lassen. Erst als ein Drittel des Parks niedergebrannt war, begannen die Löscharbeiten. Inzwischen wurde aufgeforstet und die Überreste des Feuers, die Baumskelette, gehören nun zum Bild des Parks dazu.

Von der Eroberung bis zu 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark

Einst lebten im Gebiet rund um den Yellowstone River zahlreiche Indianerstämme, darunter Shoshonen oder Blackfoot. Das Gebiet galt als Indianerland und schien wegen der umliegenden Rocky Mountains unerreichbar. 1807 machte sich ein Amerikaner dennoch auf den Weg. Trapper John Colter. Er gilt als der erste Weiße Mann im Yellowstone-Nationalpark. Er berichtete von seinen Abenteuern und dem Reichtum der Natur, doch seine Erzählungen wurden belächelt.

Erst 1871 ergründete der Geologe Ferdinand Vandeveer Hayden im Auftrag der Regierung das Gebiet. Er hatte es bereits 1859 versucht, war aber am Winter gescheitert. Diese Expedition in das bis dahin unerforschte Areal im Nordwesten Wyomings führte zur Gründung des ersten Nationalparks der Welt. Hayden war ergriffen von der Schönheit des Parks. Seine Worte sind perfekt für eine Lobrede auf 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark.

„Da lag der See vor uns: unüberschaubar und unbeweglich, in zartestem Ultramarin. Es war eine der schönsten Szenerien, die ich jemals erblickte. Unsere ganze Gruppe wurde von Enthusiasmus erfasst. Unser großes Ziel war erreicht, und wir wurden großzügig entschädigt für all unsere Mühen. Ein solcher Anblick ist Lohn eines ganzen Lebens.“

Ferdinand Vandeveer Hayden

Mehr über die Hayden-Expedition

Was dann folgte, war die Ergründung und Besiedlung des Geländes. Es kamen Menschen, die Eisenbahn, die Jäger, die Geldmacher. Bis heute versuchen die Mitarbeiter des Parks Natur und Mensch in Einklang zu bringen. Ein Kampf, der viele Jahrzehnte nur wenig erfolgreich war. Die Natur soll gesehen und geschützt werden. Diese beiden Anliegen schließen sich manchmal aus. Hoffen wir, dass der wir nicht nur 150 Jahre Yellowstone-Nationalpark feiern, sondern noch viele andere Jubiläen.

Mehr über die schönsten Nationalparks Amerikas

Der älteste Nationalpark in Deutschland

Mit 24.222 Hektar ist der Nationalpark Bayerischer Wald der älteste Nationalpark in Deutschland. Er wurde 1970 eröffnet und ist vor allem wegen seiner vielseitigen Baumlandschaften einzigartig. Fichtenreiche Hochlagenwälder, Bergmischwälder aus Tannen, Buchen und Fichten und selbst Urwaldreste laden zum Staunen ein.

1983 und 1984 wüteten sehr starke Stürme im Nationalpark. 175 Hektar Wald waren zerstört. Die Nationalparkverwaltung entschied die Hälfte der toten Bäume liegen zu lassen. Das machte es einer Invasion des Borkenkäfers leicht. Dennoch entstand daraus etwas Positives. Die zerfallenen Bäume bieten heute Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die anderswo durch den Eingriff des Menschen nicht überlebt hätten.

Eine andere Erfolgsstory ist der Wolf im Bayerischen Wald. Dieser kehrte allein dorthin zurück. 2016 tauchte ein Wolfspaar auf und bekam im Jahr darauf Junge. Andere Wölfe folgten und seither ist der Wolf im Bayerischen Wald wieder zu Hause. Und das ist gut so! Denn die Wölfe in Deutschland waren lange Zeit ausgerottet. Gut, dass es die Nationalparks gibt.



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